Gutachten Plus+ Logo schwarzzd

Wiederbeschaffungsaufwand bei Kfz-Unfällen

depositphotos_314382264-stock-photo-thoughtful-business-team-question-marks

Was ist der Wiederbeschaffungsaufwand?

In bestimmten Situationen haben Unfallgeschädigte lediglich Anspruch auf den Wiederbeschaffungsaufwand. Dieser Begriff beschreibt die Kosten, die entstehen, wenn das beschädigte Fahrzeug durch ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug ersetzt werden soll. Um als Geschädigter zu wissen, welcher Reparaturschaden bei Ihnen eingetreten ist, empfehle ich, einen freien Kfz-Sachverständigen oder Gutachter zu beauftragen. Dieser wird die ermittelten Werte genau im Gutachten beziffern.

Beispielrechnung:

Angenommen, folgende Werte liegen vor:

  • Wiederbeschaffungswert: 9.500,00 €
  • Reparaturkosten: 13.500,00 €
  • Restwert: 3.350,00 €

Der Wiederbeschaffungsaufwand ergibt sich aus der Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert:

Wiederbeschaffungsaufwand=Wiederbeschaffungswert−Restwert

Wiederbeschaffungsaufwand=9.500,00€−3.350,00€=6.150,00€

In dieser Konstellation beträgt der Wiederbeschaffungsaufwand 6.150,00 €.

Das Vier-Stufen-Modell des BGH

Die Schadensberechnung kann komplex sein. Beim Fahrzeugschaden gibt es das sogenannte “Vier-Stufen-Modell” des Bundesgerichtshofs (BGH):

  1. Erste Stufe: Reparaturkosten unter dem Wiederbeschaffungsaufwand.
  2. Zweite Stufe: Reparaturkosten zwischen Wiederbeschaffungsaufwand und Wiederbeschaffungswert.
  3. Dritte Stufe: Reparaturkosten zuzüglich Wertminderung bis 130 % des Wiederbeschaffungswertes.
  4. Vierte Stufe: Reparaturkosten über 130 % des Wiederbeschaffungswertes.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen