1. Vorzustand, Zwischenstand und heutige Besichtigung getrennt beschreiben
Beginnen Sie mit drei einfachen Fragen: Wie sah das Fahrzeug unmittelbar nach dem Schaden aus, was wurde seitdem verändert und welcher Zustand liegt jetzt vor? Diese Reihenfolge verhindert, dass ein später aufgenommenes Bild versehentlich als ursprünglicher Unfallzustand behandelt wird. Ein aktuell sauber montierter Innenraum kann aufgenommen werden. Wie es unter einer inzwischen wieder befestigten Verkleidung vorher aussah, ist dadurch allein jedoch nicht dokumentiert. Benennen Sie fehlende Informationen offen.
Erstellen Sie dafür eine kurze Ereignisfolge mit den tatsächlich bekannten Daten. Unfalltag, erste Fotos, Werkstattannahme, ausgeführte Arbeiten und heutiger Standort gehören in verschiedene Zeilen. Wenn Sie einen Zeitpunkt nur ungefähr wissen, schreiben Sie beispielsweise vor der Werkstattannahme oder nach Angaben des Betriebs. Eine solche kenntlich gemachte Unsicherheit ist nachvollziehbarer als ein erfundenes genaues Datum. Auch ein später zugesandtes Foto muss nicht am Tag seiner Zusendung entstanden sein.
Nennen Sie bei der Anfrage den gegenwärtigen Bearbeitungsstand: unverändert, teilweise geöffnet, provisorisch befestigt, teilweise repariert oder fertiggestellt. Dafür ist keine technische Diagnose durch den Kunden erforderlich. Sie beschreiben zunächst nur, was Ihnen bekannt ist. Für einen Termin in Woltersdorf werden anschließend Fahrzeugadresse, Zugang und Ansprechpartner abgestimmt. Eine Begutachtung am tatsächlichen Standort setzt passende Untersuchungsmöglichkeiten voraus; eine umfassende Rekonstruktion des früheren Zustands wird daraus nicht automatisch.


