1. Beschreiben Sie zuerst den neuen Anlass und den bekannten Altzustand
Beginnen Sie mit zwei getrennten Angaben: Was wurde nach dem aktuellen Anlass festgestellt und welche ältere Beschädigung war Ihnen bereits bekannt? Benennen Sie dabei den Bereich, etwa hintere Tür oder seitliche Stoßfängerecke. Eine pauschale Aussage wie »links war schon etwas« lässt die räumliche Zuordnung offen. Ebenso erklärt »seit gestern sieht alles schlimmer aus« noch nicht, welche Veränderungen tatsächlich beobachtet wurden.
Wenn Sie den aktuellen Kontakt nicht gesehen haben, teilen Sie das ausdrücklich mit. Nennen Sie den letzten sicher bekannten Zustand und den Zeitpunkt der Entdeckung, soweit diese Angaben vorliegen. Ein Zeitraum zwischen zwei Beobachtungen ist keine bestätigte Unfalluhrzeit. Diese Genauigkeit ist gerade beim abgestellten Fahrzeug hilfreicher als eine nachträglich scheinbar geschlossene Geschichte.
Die technische Abgrenzung kann vorhandene und frühere Schäden als eigenständige Frage behandeln. Die DEKRA-Dienstleistungsbeschreibung unterscheidet dafür dokumentierte Vorschäden und mögliche Überlagerungen. Diese fachliche Orientierung begründet hier keinen pauschalen Abzug und keine sichere Datierung jedes einzelnen Kratzers. Welche Aussage möglich ist, hängt von den konkreten Befunden und Unterlagen ab.


